Weltlage · Stand 24.09.2026

Was gerade wirklich belegt ist – und was niemand weiß.

Diese Seite sammelt, was über die Weltlage belegt ist – und was nicht. Sie enthält keine eigenen Prophezeiungen. Jede Zahl trägt Quelle, Datum und die Angabe, ob sie gemessen oder geschätzt ist. Alle verlinkten Quellen wurden zuletzt am 24.09.2026 abgerufen.

Was gemessen ist

Erhobene Zahlen mit Herausgeber und Datum.

Was geschätzt ist

Modellrechnungen und Prognosen – mit Methode und Urheber, nie als Tatsache.

Was strittig ist

Hier widersprechen sich gute Quellen. Wir glätten das nicht.

Was wir nicht wissen

Offene Stellen, die wir ausdrücklich benennen.

Unsere Regeln für diese Seite

Zahl, Stichtag, Methode, Urheber

Fehlt eines davon, steht die Aussage nicht auf dieser Seite. Diese vier Felder trennen eine überprüfbare Prognose von einer Meinung mit Prozentzeichen.

Kein Wahrscheinlichkeitswort ohne Zahl

Untersuchungen zeigen: Leserinnen und Leser verstehen „sehr wahrscheinlich“ im Mittel als 62 %, obwohl über 90 % gemeint sind. Deshalb steht bei uns die Zahl immer im selben Satz.

Gemessen und geschätzt werden nie vermischt

Eine erhobene Zahl und eine Modellrechnung sehen auf dieser Seite unterschiedlich aus und sind unterschiedlich gekennzeichnet.

Widersprüche bleiben stehen

Wo gute Quellen sich widersprechen, zeigen wir beide. Eine einzige glatte Zahl wäre bequemer und unehrlicher.

Bei seltenen Ereignissen keine Prozentzahl

Für Krieg um Taiwan, Pandemie oder Kipppunkte lässt sich niemandes Trefferquote prüfen, weil es zu wenige Fälle gibt. Dort nennen wir Messgrößen statt Wahrscheinlichkeiten.

Kriege und Rüstung

So viele Konflikte wie noch nie seit 1946, und die Rüstungskontrolle ist ausgelaufen.

Was gemessen ist
65staatliche Konflikte 2025

Höchststand seit Beginn der Erhebung 1946, davon 13 Kriege und 8 zwischenstaatliche Konflikte.

2.887Mrd. US-Dollar Militärausgaben 2025

Real +2,9 % gegenüber 2024, 2,5 % der weltweiten Wirtschaftsleistung, +41 % seit 2016.

12.187Atomsprengköpfe weltweit

Stand Januar 2026, davon 9.745 im Militärbestand. Die Gesamtzahl sinkt durch Verschrottung, die einsatzfähigen Bestände stiegen um rund 130.

5. Februar 2026New START ausgelaufen

Erstmals seit 1972 gibt es keine vertragliche Obergrenze für die strategischen Arsenale der USA und Russlands, keine Inspektionen, keinen Datenaustausch.

seit 2017kein Atomtest

Der letzte nachgewiesene nukleare Testsprengsatz war Nordkoreas Test am 3. September 2017. Trotz Ankündigungen in Washington und Moskau hat 2025 und 2026 kein Staat getestet.

Was geschätzt ist
0,2 – 2,2 %pro Jahr

So weit liegen die veröffentlichten Schätzungen für „irgendeine Form von Atomkrieg“ auseinander – Faktor 10 zwischen unterem und oberem Ende. Methoden: Fehlerbaumanalysen, Expertenbefragungen, Prognostiker-Aggregate.

1 % bis 5 %bis 2045

Wahrscheinlichkeit für einen Nuklearvorfall mit über 10 Millionen Toten binnen fünf Jahren: Median der Superprognostiker 1 % (n=41), Median der Fachleute 5 % (n=110). Die beiden Gruppen näherten sich trotz monatelanger Diskussion nicht an.

Was strittig ist

Ob sich die Wahrscheinlichkeit eines Atomkriegs überhaupt sinnvoll berechnen lässt. Die Brookings Institution hält dagegen: Aus einem einzigen historischen Einsatz (1945) lässt sich keine Häufigkeit ableiten, und subjektive Schätzungen streuen extrem – Kennedy schätzte das Risiko in der Kubakrise auf 1:3, sein Sicherheitsberater Bundy auf 1:100.

Was wir nicht wissen
  • Ob und wann die USA und Russland eine Nachfolgeregelung für New START verhandeln. Russland hat im September 2025 erklärt, die Mengenbegrenzungen ein Jahr freiwillig einzuhalten – ohne Kontrolle.
  • Wie groß die Arsenale künftig sind: Mit dem Wegfall des Vertrags entfällt auch die Datenquelle. SIPRI weist selbst darauf hin, dass die Zahlen dadurch unsicherer werden.

Weltraum und Infrastruktur

Gestört wird längst. Geschossen wurde im Ernstfall noch nie.

Was gemessen ist
13Staaten mit Fähigkeiten gegen Satelliten

Bewertet in fünf Kategorien: ko-orbital, Direktaufstieg, elektronische Störung, gerichtete Energie, Cyber. Zentraler Befund: Im laufenden Einsatz sind nur die nicht-zerstörerischen Mittel – Störsender, Täuschsignale, Cyber.

6.904Trümmerteile aus Waffentests

Katalogisierte Teile aus den Antisatellitentests der USA, Russlands, Chinas und Indiens; 2.773 davon kreisen noch.

+220 %GPS-Störungen in der Luftfahrt

Anstieg der Ereignisse mit GPS-Signalverlust zwischen 2021 und 2024, ausgewertet über 18,4 Millionen Flüge.

1,42 Mrd. £Kosten eines Tages ohne Satellitennavigation

Für Großbritannien gerechnet; sieben Tage kosten 7,64 Mrd. £ – also deutlich weniger als das Siebenfache, weil Ersatzverfahren greifen.

1,2 Bio. USDgeschätzte Kosten des Raketenschirms „Golden Dome“

Für Entwicklung, Aufbau und 20 Jahre Betrieb, davon rund 720 Mrd. allein für 7.800 Abfangsatelliten. Das US-Verteidigungsministerium nennt für eine kürzere Frist 185 Mrd. Beide Zahlen gehören nebeneinander.

Was geschätzt ist
früher als gedachtKaskade von Weltraummüll

Der Gesundheitsindex der Umlaufbahnen verschlechterte sich binnen eines Jahres um eine Größenordnung. Die ESA verkürzte ihren Prognosehorizont von 200 auf 100 Jahre und sieht den Kaskadeneffekt deutlich früher als bisher angenommen. Das ist ein Prozess, kein eingetretener Zustand.

Was strittig ist

Ob Russland an einer nuklearen Antisatellitenwaffe arbeitet. Die USA behaupten es seit Februar 2024, Russland bestreitet es. Belegt ist nur, dass der Satellit Kosmos-2553 in 2.100 km Höhe fliegt, wo sonst nichts operiert. Stationiert oder getestet wurde eine solche Waffe nach vorliegenden Berichten nicht.

Wer die Unterseekabel in der Ostsee beschädigt hat. Die Schäden sind belegt, die Absicht überwiegend nicht: In den bisher entschiedenen Verfahren stellte die Justiz keine Sabotage fest – ein Fall wurde mangels Beweisen eingestellt, ein weiterer als Unfall eingestuft.

Was wir nicht wissen
  • Wie viele aktive Satelliten es genau gibt. Die Zählungen liegen zwischen rund 11.300 (ESA) und 16.600 (kommerzielle Tracker), weil „aktiv“ unterschiedlich definiert wird.
  • Wie viele Staaten sich inzwischen einzeln verpflichtet haben, keine zerstörerischen Antisatellitentests mehr durchzuführen. Belegt sind mindestens 13 Staaten plus alle 27 EU-Mitglieder, Stand August 2023.

Künstliche Intelligenz

Die Fähigkeiten sind gut gemessen. Die Schäden sind es nicht.

Was gemessen ist
89 TageVerdopplung der Aufgabenlänge

So schnell wächst zuletzt die Länge einer Aufgabe, die ein KI-System mit 50 % Erfolg allein erledigt. Über alle Jahre gerechnet sind es 197 Tage. Die Konfidenzintervalle sind breit, und über 16 Stunden misst das Verfahren unzuverlässig.

−19 %Beschäftigung junger Menschen in KI-nahen Berufen

Für die 22- bis 25-Jährigen in den USA, gegenüber weniger betroffenen Altersgenossen, Lohndaten von 3,5 bis 5 Millionen Beschäftigten. Die Autoren betonen: Das ist eine Beobachtung, keine gemessene Ursache.

415 TWhStrom für Rechenzentren 2024

1,5 % des weltweiten Stromverbrauchs; Projektion für 2030 rund 945 TWh, für 2035 je nach Szenario 700 bis 1.700 TWh.

80 – 90 %der Schritte eines Cyberangriffs automatisiert

Erste dokumentierte Spionagekampagne, bei der ein KI-System den Großteil der taktischen Arbeit selbst erledigte; rund 30 Zielorganisationen. Zugleich dokumentiert derselbe Bericht, dass das Modell Ergebnisse übertrieb und Daten erfand – das war für die Angreifer ein Hindernis.

rund 50 %Anteil der KI-Werte am S&P 500

2022 war es noch etwa ein Viertel. Die Bank of England rechnet als Stresstest einen Kurssturz von 45 % über sechs Quartale durch: Das kostete Großbritannien 2,2 Prozentpunkte Wirtschaftsleistung. Das ist eine Annahme, keine Vorhersage.

Was geschätzt ist
2042Median für Systeme auf menschlichem Niveau

Befragung von 1.580 KI-Forschenden, Rücklauf 10 %. In der Vorerhebung lag der Median noch bei 2047. Der Median für das Risiko von Aussterben oder dauerhafter Entmachtung stieg von 5 % auf 10 %.

0,4 % bis 3 %KI-verursachtes Aussterben bis 2100

Superprognostiker sagen 0,38 %, Fachleute 3 % – Faktor 8 Unterschied, der sich trotz strukturierter Diskussion und Geldanreizen nicht auflöste. Zusammen mit der Befragung oben liegt die Spanne bei Faktor 26.

Was strittig ist

Ob KI Arbeitsplätze kostet. Stanford findet einen Einbruch bei Berufseinsteigern. Die OECD hält die Rolle der Sprachmodelle für die Probleme junger Menschen für „begrenzt“, die Europäische Zentralbank findet für den Euroraum eher mehr Einstellungen bei KI-nutzenden Firmen, und eine Auswertung von über 12.000 europäischen Firmen findet 4 % höhere Produktivität ohne Beschäftigungsabbau. Alle vier Befunde stehen nebeneinander.

Ob KI ein reales Biowaffenrisiko schafft. In kontrollierten Versuchen waren Laien mit KI-Hilfe fast fünfmal häufiger in der Lage, ein funktionierendes Laborprotokoll zu erstellen. Der internationale Sicherheitsbericht hält zugleich fest, dass unklar bleibt, wie stark das das tatsächliche Risiko erhöht, weil die praktischen Hürden woanders liegen.

Was wir nicht wissen
  • Ob es in Österreich einen messbaren Beschäftigungseffekt gibt. Eine Messung mit österreichischen Arbeitsmarktdaten existiert nicht; die einzige einschlägige Studie aus Wien rechnet mit deutschen Daten.
  • Ob der Fortschritt sich weiter beschleunigt oder abflacht. Der internationale Sicherheitsbericht führt vier Szenarien bis 2030 nebeneinander und gewichtet sie ausdrücklich nicht.
  • Ob KI-Kontrollverlust ein reales Szenario ist. Belegt sind Laborbefunde: Modelle haben bei Vorgaben „um jeden Preis“ simulierte Aufsicht abgeschaltet. Der Bericht nennt das frühe Warnsignale und hält fest, dass die Fachwelt hier weit auseinanderliegt.

Lieferketten, Klima, Staatsfinanzen

Wenige Engstellen tragen sehr viel Weltwirtschaft.

Was gemessen ist
69,9 %Anteil eines einzigen Chipherstellers

TSMC am weltweiten Auftragsfertigungsmarkt 2025 (2024: 64,4 %). Rund drei Viertel seines Umsatzes entfallen auf die modernsten Fertigungsstufen.

72 %Marktanteil des jeweils führenden Raffinerielands

Bei kritischen Rohstoffen ohne Seltene Erden, gestiegen von 70 % im Jahr 2023. Chinas Exportkontrollen für Seltene Erden sind nicht aufgehoben, sondern befristet ausgesetzt – die Aussetzung läuft am 27.11.2026 aus.

1,44 °CErwärmung 2025

Gegenüber 1850–1900, Unsicherheit ±0,13 °C. Die letzten elf Jahre sind die elf wärmsten der Messreihe.

93,9 %Staatsschulden weltweit, Anteil an der Wirtschaftsleistung

Stand 2025; der IWF projiziert 100 % für 2029. Die Zinsausgaben stiegen binnen vier Jahren von 2 % auf knapp 3 % der weltweiten Wirtschaftsleistung.

266 Mio.Menschen in akuter Ernährungsunsicherheit

In 47 Ländern im Jahr 2025, 22,9 % der ausgewerteten Bevölkerung. Der Hauptreiber ist Konflikt, nicht Missernte.

Was geschätzt ist
91 %mindestens ein Jahr über 1,5 °C bis 2030

Aus den Vorhersagen von 13 Instituten. Für ein einzelnes Jahr über 2 °C liegt die Wahrscheinlichkeit unter 1 %. Das ist die methodisch sauberste Wahrscheinlichkeitsaussage auf dieser Seite: klares Ensemble, klarer Zeitraum, klare Zahl.

rund 10 %der Weltwirtschaftsleistung im ersten Jahr

Modellierter Verlust bei einem Krieg um Taiwan mit US-Beteiligung; bei einer Blockade rund 5 %. Eine andere Untersuchung beziffert über 2 Bio. US-Dollar gefährdete Wirtschaftstätigkeit und nennt das ausdrücklich eine Untergrenze. Die Zahlen messen Verschiedenes und dürfen nicht addiert werden.

+1,4 bis +4,0Prozentpunkte Alterungskosten im Euroraum bis 2070

Basislinie und Risikoszenario der EU-Kommission, gemessen an der Wirtschaftsleistung. Wer nur eine der beiden Zahlen nennt, verzerrt.

Was strittig ist

Ob die Atlantikströmung auf einen Kipppunkt zuläuft. Die Abschwächung ist gemessen, aber ob und wann ein Umschlagen droht, nennt das europäische Forschungskonsortium selbst „eine offene und aktiv umstrittene Frage“. Die kursierenden Zahlen zu drastisch kälterem Nordeuropa beziehen sich auf Gleichgewichtszustände weit nach 2200, nicht auf dieses Jahrhundert.

Was wir nicht wissen
  • Wie wahrscheinlich ein Krieg um Taiwan ist. Kein Fachinstitut veröffentlicht dazu eine Wahrscheinlichkeit; RAND, CSIS und Rhodium arbeiten mit Szenarien. Messbar sind stattdessen die Einsatzzahlen: 274 Flüge der chinesischen Luftwaffe im Mai 2026, 40 % weniger als im Mai 2025.
  • Wie oft eine Pandemie vom Ausmaß von COVID-19 auftritt. Die meistzitierte Schätzung (rund 2 % pro Jahr) stammt aus einer Pressemitteilung von 2021; zur zugrunde liegenden Arbeit existiert eine formale Korrektur, und eine Fachzusammenfassung nennt deutlich niedrigere Werte.
  • Wann das WHO-Pandemieabkommen in Kraft tritt. Ratifiziert haben es null Staaten – nicht aus Desinteresse, sondern weil die Zeichnung bis zur Fertigstellung eines Anhangs rechtlich noch nicht möglich ist.

Demokratie und Vertrauen

Der eine Trend ist belegt, der andere umstritten.

Was gemessen ist
92 zu 87Autokratien gegenüber Demokratien

74 % der Weltbevölkerung leben in Autokratien, nur 7 % in liberalen Demokratien. Für den durchschnittlichen Weltbürger liegt das Demokratieniveau auf dem Stand von 1978. Methode: über 4.200 kodierende Fachleute, 202 Länder.

20.Jahr in Folge mit Rückgang

54 Länder verschlechterten sich, 35 verbesserten sich. 21 % der Weltbevölkerung leben in freien Ländern – vor zwei Jahrzehnten waren es 46 %.

32 %glauben an eine bessere Zukunft für die nächste Generation

In Deutschland 8 %, in Frankreich 6 %. Als Treiber nennen die Befragten Inflation (54 %), Desinformation (50 %) und Handelskonflikte (37 %). Erhebung eines Kommunikationsunternehmens in einem Online-Panel, keine Zufallsstichprobe.

Was strittig ist

Ob die Demokratie weltweit weiter zurückgeht. V-Dem und Freedom House sagen ja. Der Demokratieindex der Economist Intelligence Unit sieht für dasselbe Jahr 2025 erstmals seit acht Jahren eine leichte Stabilisierung (5,17 auf 5,19). Die Differenz erklärt sich aus unterschiedlichen Messverfahren – sie besteht aber.

Was wir nicht wissen
  • Wie hoch das Vertrauen in Österreich derzeit genau ist. Die amtlichen Eurobarometer-Tabellen dazu haben wir noch nicht geprüft, deshalb steht hier keine Zahl.
Was wir nicht behaupten

Diese Sätze kursieren, und sie sind nicht belegt. Wir schreiben sie hier hin, damit klar ist, woran wir uns halten – auch wenn sie unsere Argumente stützen würden.

„Russland hat eine Atomwaffe im Orbit.“

Nicht belegt. Eine solche Waffe wurde weder stationiert noch getestet; es ist eine amerikanische Geheimdiensteinschätzung, die Russland bestreitet.

„Die Ostsee-Kabel waren nachweislich Sabotage.“

Nicht bewiesen. In den entschiedenen Verfahren stellte die Justiz keine Sabotage fest.

„KI hat eine Wahl entschieden.“

Kein dokumentierter Fall. Die Forschung zu den Wahlen 2024 findet, dass die erwarteten Großeffekte ausblieben.

„60 % der Jobs werden von KI ersetzt.“

Das ist eine Zahl zur Berührung mit der Technik, nicht zum Ersatz. Wer sie als Verdrängung liest, liest sie falsch.

„Vollautonome Waffen sind in der Ukraine im Einsatz.“

Belegt sind autonome Teilfunktionen wie Zielverriegelung im Endanflug, nicht der vollständige autonome Wirkungszyklus.

„Das 1,5-Grad-Budget ist in vier Jahren aufgebraucht.“

Nur mit dem Zusatz „bei 50 % Wahrscheinlichkeit“. Ohne dieses Niveau ist die Angabe sinnlos.

„Die Flüchtlingszahlen steigen ungebrochen.“

2025 ging die Gesamtzahl um 3 % zurück, erstmals seit zehn Jahren, und katastrophenbedingte Vertreibung um 35 %. Gestiegen ist die Vertreibung durch Konflikte, um 60 %.

„Bis 2027 greift China Taiwan an.“

Diese Aussage stammt aus einer Kongressanhörung und ist eine Aussage über Fähigkeiten, nicht über Absichten – und keine Prognose.

„Unsere Einschätzung ist kalibriert.“

Bei seltenen Ereignissen lässt sich das nicht prüfen. Wer es behauptet, verwechselt Trefferquoten bei häufigen Fragen mit denen bei seltenen.

Was daraus für Österreich folgt

Ein kleines Land kann die Weltlage nicht ändern. Es kann entscheiden, wie verwundbar es ist.

Der Sozialstaat ist das erste, was bricht

Nicht die Rakete trifft Österreich zuerst, sondern die Rechnung. Wenn Rüstung, Zinsen und Alterung gleichzeitig steigen, wird beim Sozialen gekürzt – still und ohne Beschluss. Deshalb steht bei uns die Gegenfinanzierung vor der Forderung.

Zu den Szenarien

Abhängigkeit ist die konkrete Verwundbarkeit

Ein einziger Chiphersteller, ein einziges Raffinerieland, ein einziges Satellitennavigationssystem. Für ein kleines Land heißt Vorsorge: zweite Wege, Vorräte, eigene Fähigkeiten – nicht Aufrüstung als Erstes.

Zum Programm

Tempo ist selbst ein Risiko

Bei KI wächst die Fähigkeit schneller als das Wissen über ihre Wirkung. Wer erst reagiert, wenn die Schadensdaten vorliegen, reagiert zu spät. Deshalb arbeiten wir mit Auslösern: vorher festlegen, was passieren muss, damit gehandelt wird.

Zur Zukunftsvision

Demokratie ist kein Selbstläufer

Die Zahlen zum Rückgang sind erdrückend, auch wenn ein Index widerspricht. Vertrauen kommt nicht durch bessere Reden zurück, sondern durch nachprüfbare Regeln: offene Bücher, klare Zuständigkeit, echte Mitentscheidung.

Wie wir arbeiten

Wozu diese Seite nicht da ist

Sie soll niemandem Angst machen und niemanden zu einer Stimme drängen. Angst ist ein schlechter Ratgeber und ein noch schlechteres Wahlkampfmittel. Wer eine Zahl auf dieser Seite für falsch hält, soll es schreiben: Jede Quelle ist verlinkt, jede Rechnung nachvollziehbar, und wir korrigieren öffentlich.

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